Freestyle Calisthenics: Kreativität an der Stange

Freestyle ist die Form von Calisthenics, die auf Videos am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Und das zu Recht: Hier wird Kraft zur Show.

Was ist Freestyle Calisthenics?

Der Deutsche Calisthenics und Streetlifting Verband (DCSV) beschreibt Freestyle als die spektakulärste Form des Calisthenics. Akrobatisch-dynamische, statische und kraftbetonte Elemente werden kreativ zu Abfolgen verbunden, den sogenannten Combos. Elemente aus Turnen, Parkour und Breakdance fließen mit ein.

Typisch für Freestyle sind Schwung- und Flugelemente an der Stange, zum Beispiel Drehungen wie der 360 oder der Gainer. Sie werden mit Halteelementen wie Planche, Front Lever oder Human Flag und mit Kraftelementen wie dem Muscle-up zu einer Combo verbunden. In der Szene werden die Schwungelemente oft ebenfalls „Dynamics“ genannt. Was der DCSV unter Dynamics versteht, liest du im Artikel zu Dynamics.

Anders als bei Weighted Calisthenics oder Endurance gibt es also keine Zahl, die am Ende zählt, sondern einen Gesamteindruck.

So laufen Wettkämpfe ab

Im Wettkampf treten Athletinnen und Athleten meist im Battle-Format gegeneinander an. Eine Jury bewertet die Durchgänge. Laut DCSV achtet sie unter anderem auf:

  • Ausführung: Wie sauber sind die Elemente?
  • Schwierigkeit: Wie anspruchsvoll sind sie?
  • Flow: Wie flüssig gehen sie ineinander über?
  • Vielfalt: Wie abwechslungsreich ist der Durchgang?

Die genauen Regeln können je nach Wettkampf abweichen. Wer teilnehmen möchte, informiert sich am besten vorab beim Veranstalter, für Wettkämpfe in Deutschland zum Beispiel beim DCSV.

Was du für den Einstieg brauchst

Freestyle baut auf allen anderen Bereichen auf. Ohne solide Grundübungen und erste Kraftelemente fehlt die Basis für Combos. Ein sinnvoller Weg:

  1. Grundübungen sicher beherrschen: Klimmzüge, Dips, Liegestütze und Muscle-ups mit sauberer Technik. Mehr dazu unter Sets & Reps.
  2. Erste Skills lernen: statische und dynamische Kraftelemente, siehe Statics und Dynamics.
  3. Kombinieren: zwei bekannte Elemente verbinden, dann drei. Der Übergang ist oft schwerer als die Elemente selbst.
  4. Filmen und vergleichen: Videos zeigen schnell, wo der Flow noch hakt.

Sicherheit bei Schwungelementen

Schwungvolle Elemente belasten Handgelenke, Schultern und Ellbogen stark, und bei Flugelementen kommt das Sturzrisiko dazu. Deshalb:

  • Gründlich aufwärmen: zum Beispiel mit unseren 6 Übungen für die Handgelenke.
  • Weich landen: neue Schwung- und Flugelemente erst über einer Matte oder auf weichem Untergrund üben.
  • Hilfestellung nutzen: am besten mit einer erfahrenen Person, die sichern kann.
  • Schritt für Schritt: erst die Vorübungen sicher beherrschen, dann das volle Element.

Die passende Kleidung

Im Freestyle muss Kleidung jede Bewegung mitmachen. Die AXON TERRAFLOW Shorts haben seitliche Schlitze für maximale Beinfreiheit. Der STATIC CALI Tank lässt Schultern und Arme frei.

Welche Disziplinen es noch gibt, liest du im Überblick Calisthenics-Disziplinen einfach erklärt.

Quelle: DCSV – Was ist Calisthenics und Streetlifting?

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